Warum MALTIPOO die Herzen erobern

 

Fremdrassenverpaarung

Das Auftreten von Erbkrankheiten hängt in der klassischen Rassehundezucht unter anderem auch damit zusammen, dass die Verpaarungspartner insbesondere bei sog. Linienzucht oft die gleichen rezessiven Gene tragen, und somit ein verhältnismäßig hohes Risiko besteht, dass Krankheiten zum Vorschein kommen oder an die nächste Generation weitergegeben werden. Überzeugt von den Vorteilen der geplanten Fremdrassenverpaarung haben vor längerer Zeit unsere ersten Hybridwelpen das Licht der Welt erblickt.

 

Was ist der Vorteil von Rassemixen? Bei der gut geplanten und kontrollierten Fremdrassenverpaarung kann man das Risiko von Erbkrankeiten nachvollziehbar reduzieren und profitiert - wie schon gesagt - vom sogenannten Heterosiseffekt, d.h. es entstehen Welpengenerationen, die statistisch gesehen vitaler und widerstandsfähiger sind.

 

 

Zuchttauglichkeit

Der Unterschied zum landläufigen Mischling (der meist aus vielen unbekannten Vorfahren besteht) liegt bei einem Rassemix darin, dass hier zwei mit Sorgfalt ausgewählte Eltern miteinander verpaart werden, wovon jedes Elternteil eine uneingeschränkte Zuchttauglichkeit besitzen sollte.

 

 

 

Dicke Freunde

 

 

Der Maltipoo

Im Maltipoo vereinen sich auf sympathische Weise die spielerische Unbekümmertheit des Pudels und die unerschrockene Robustheit des Maltesers, der zu der großen Gruppe der Bichons zählt.

 

In Amerika werden diese liebenswerten Teddybären bereits seit den 80er Jahren geplant gezüchtet. Und auch bei uns in Deutschland haben die drolligen Gesellen inzwischen schon viele Freunde und Anhänger gefunden, mit steigender Tendenz.

 

Der Maltipoo ist ein ausgeglichener anpassungsfähiger Familienhund mit teddyhaftem Aussehen, lebenslustig und fröhlich, aber auch gleichermaßen angenehm sanft. Ein toller Begleiter für Alt und Jung, gut verträglich mit anderen Haustieren und ein aufmerksamer Kamerad für gut angeleitete Kinder ab etwa 6 Jahren.

 

Allergikerfreundlich

Darüber hinaus sind Maltipoos menschenbezogen, amüsante Unterhalter, mutig, selbstbewusst, instinktsicher, schlau und apportierfreudig, sie lassen sich gut führen, sind keine Kläffer wenn man in der Erziehung auf die Einhaltung grundsätzlicher Punkte achtet. Ein weiterer Vorteil ist, dass Maltipoos praktisch ohne Eigengeruch sind und genau wie Pudel keine Haare verlieren – sie sind hypoallergen und somit für viele Allergiker gut verträglich.

 

Pflege
Der Ursprung des Maltipoos sind zwei Langhaarrassen, die je nach Haarlänge regelmäßige Pflege in Form von Bürsten/Kämmen und gelegentlichem Schneiden/Scheren benötigen. Sportlich kurz gehalten ist eine Maltipoofrisur recht pflegeleicht. Je länger man das Haar wachsen lässt, meist fällt es dann in größeren Locken oder Wellen, umso mehr Zeit muss man für die Pflege aufwenden. Das sollten die neuen Besitzer wissen und sich für eine Frisur ganz nach ihrem Geschmack entscheiden. Einige Schnittbeispiele für erwachsene Maltipoo finden Sie auch auf unserer Hundesalon-Seite.

 

Zwischendurch (ca. alle 3-4 Wochen) empfiehlt sich ein Bad mit einem speziell abgestimmten Hundeshampoo. Das macht das Haar glänzend, wieder luftiger und man hat es deutlich leichter beim Bürsten und Kämmen. Darüber hinaus sollte man immer einen Blick auf den Zustand von Augen, Ohren, Zähne und Pfoten haben, und sie natürlich gut pflegen.



 

 

Jagdtrieb

Gibt es Hunde ohne Jagdtrieb? Ab und zu kann man Welpeninserate lesen, bei denen damit geworben wird, dass diese oder jene Rasse keinen Jagdtrieb hat. Ist solch eine Aussage seriös?

Tatsächlich ist es so, dass alle Hunde egal welcher Rasse, ob Chihuahua oder aber auch Riesenschnauzer, von ihrer Anlage her 'Beutegreifer' sind - in der Fachsprache werden Hunde genau genommen als 'soziale Beutegreifer' bezeichnet. Auch Pudel, Malteser oder Maltipoo – sie alle sind Beutegreifer, mit einem für Fleischfresser/Caniden typischen Gebiss.

Man unterscheidet demnach zwischen Hunden, die im Arbeitseinsatz geführt werden (Gebrauchshunde) sowie Hunderassen, die uns Menschen in der Hauptsache Sozialpartner sind. Sie werden als Gesellschaftshunde bezeichnet. Maltipoos werden zu der letzteren Gruppe gezählt, aber sie sind aufgrund ihrer Vorfahren (Malteser und Zwerg-/Toypudel) und von ihren Anlagen her den Solitärjägern zuzuordnen. Solitärjäger arbeiten selbständig und teilen weder Revier noch Beute gerne.

 

Und so waren die Solitärjäger unseren Vorfahren über Jahrhunderte wertvolle Helfer, Ungeziefer wie Mäuse, Ratten etc. um Hof und Haus in Schach zu halten. Sie reagieren auf Sichtreize, und sind bei reizintensiver Umgebung konzentriert auf der Lauer. Deshalb ist im heutigen Alltag mit Solitärjägern besonders auf Ruhe- und Abschaltzeiten zu achten, damit sich die kleinen Kerlchen nicht überanstrengen und tatsächlich ein ausgeglichenes Wesen entwickeln können.

 

Jagd bedeutet vereinfacht ausgedrückt - Aktivität zur Nahrungsbeschaffung. Wenn man also einem Hund unterstellt, dass er kein jagdliches Interesse hat, dann würde das in der Konsequenz bedeuten, dass ihm damit der existenzielle Trieb zur Nahrungsaufnahme fehlen würde. Überleben wäre auf so einer Basis kaum möglich.

 

Was bedeutet dieses Hintergrundwissen für das Zusammenleben in unserer heutigen Zeit? Wer die Bedürfnisse eines sozialen Beutegreifers verstanden hat, kann ihm durchaus ein erfülltes Leben bieten und hat gleichzeitig eine erfüllende gemeinsame Beschäftigung an der Hand. Bei dem Arbeiten mit einem Futterbeutel (Leinensäckchen mit Futter gefüllt) - idealerweise fängt man bereits im Welpenalter mit dem 'Sozial angeleiteten Jagen' an - kann ein Hund all seine Sinne optimal und fast wie seine Ahnen einsetzen. Er schüttet dabei jede Menge Glückshormone aus und bindet sich stark an seinen Menschen. Hunde, die schon früh in dieser Beschäftigung geprägt wurden, haben später so gut wie kein Interesse an 'selbständiger Jagd', womit der Umstand gemeint ist, der uns Menschen verständlicherweise große Sorgen macht. Ein ausgebüxter Hund, der selbständigt jagt, ohne eine Möglichkeit der Rückrufbarkeit.

 

Hunde ohne Jagdinstinkt sind demnach also ein Märchen. Es liegt in unserer Hand, wie wir das vorhandene Potenzial in unseren Vierbeinern nutzen. Unsere Familien erfahren bei uns gerne mehr über das 'sozial angeleitete Jagen'.
 

 

 

Generationen

Die vitalsten Maltipoos stammen tatsächlich aus den F1 und F2-Generationen (Heterosiseffekt), sofern mit erbgesunden und untersuchten Elterntieren gezüchtet wird. In Amerika werden i.d.R.  auch nur solche Verpaarungen vorgenommen und man züchtet bewusst nicht mehrere Generationen 'weiter'.

Erfreulicherweise treten deshalb bei gut geplanten Hybridverpaarungen Erbkrankheiten in viel geringerem Ausmaß auf wie bei eng gezüchteten Rassenhundelinien, die über die Jahre 'überzüchtet' wurden. Wichtig ist aber immer die verantwortungsvolle Selektion der Elterntiere. Darauf sollten Welpenkäufer ein besonderes Auge haben, wenn mit Züchtern Kontakt aufnehmen.

 

 

Demnach gibt es die folgenden Verpaarungsmöglichkeiten,
an die auch wir uns halten

 

Pudel  x  Malteser (F1-Generation)

Maltipoo x  Malteser (F1b-Generation)

Maltipoo  x  Pudel (F1b-Generation)

Maltipoo x  Maltipoo (F2-Generation)

 



 

 

Farbvarianten

Je nach Verpaarung und Elternlinien - haben unsere Welpen folgende Fellfarben